Sind Trainingsplan-Vorlagen ein Qualitätsmanko?

Written by Training

Zuerst die Frage: “Brauche ich als Personal Trainer Trainingspläne?” Ja- definitiv. Trainingspläne geben in erster Linie eine inhaltliche Struktur über einen definierten Zeitraum vor. Ob sich der Kunde im eigenen Training daran orientiert oder sich der Trainer im 1 zu 1, ist erst einmal nicht relevant. Wichtig ist, das systematisch ein Inhalt oder eine Leistung antrainiert werden um dann auf das nächste Level zu kommen – und das muss GE-PLANT werden! Ein weiterer, eher aus der Praxis entstandener Grund: viele Kunden trainieren nicht immer ausschließlich mit einem Trainer im 1 zu 1, sondern auch alleine. Diese Inhalte sollten bzw. müssen an das Gesamtziel angepasst sein und sollen nicht kontraproduktiv zu den restlichen Inhalten sein. Des weiteren kommen noch berufliche Reisen, Urlaube von Kunde und Trainer hinzu, welche dann noch ortsabhängige Inhalte verlangen

“One size does not fit all” ein bekannter und wahrer Spruch, welcher auch in der Fitnessbranche häufig zum Einsatz kommt. Besonders im Bereich der Personal Trainer, welche für individuellstes und anpasstestes Training überhaupt stehen, sind Trainingsplan-Duplikate ein No-Go.

Doch Vorlagen müssen nicht zwangsweise immer zum einfachen und stupiden Vervielfachen genutzt werden. Um die eigene Philosophie des Trainings bei den Kunden zu realisieren, ist man als Trainer immer wieder auf bestimmte Inhalte und Bausteine zur Progression angewiesen. Methodische Reihen und Übungsvorstufen sind unerlässlich im Erwerb spezieller Bewegungsfertigkeiten. Trainingsplan-Vorlagen oder kleinere Plan-Module helfen enorm, alle Kunden systematisch auf ein bestimmtes Niveau zu bringen. Einmal entwickelt, können diese Bausteine praktisch für nahezu alle Kunden angewandt werden. Der Eine durchschreitet die Phasen vielleicht schneller und mit weiteren Zusätzen, jedoch müssen alle, sowohl der Athlet als auch der Anfänger, bestimmte Kriterien in der Bewegungsausführung erfüllen, um den nächsten Schritt anzugehen. Zu den Kriterien gehört nicht nur die Kraft, sondern auch Fähigkeit zur Bewegungssteuerung bzw. zur Aktivierung von bestimmten Muskelgruppen.

Es sollen hier nicht die kompletten Trainingspläne gleich ausgegeben werden. Die Module sollen als Kern jeweils die selben sein, und der individuelle Inhalt um den Kern herum wird an Ziel und Voraussetzung dementsprechend angepasst – und so entsteht am Ende doch ein individueller Trainingsplan.

 

Beispiele:

1. der Hobbyportler soll ebenso wie der Athlet  z.B. zuerst Kniebeugen mit Progressionen durchlaufen und beherrschen bevor er beginnt Sprünge zu machen.

2. Die Hausfrau soll für in der Lage sein einen Unterarmstütz in korrekter Art und Weise zu halten, welchen der Athlet dann eben doppelt so lange und mit Zusatzgewicht ausführt.

3. Jeder Trainierende, egal welches Niveau  soll horizontale und vertikale Züge ausführen und soll um allen Anforderungen gerecht zu werden in der Frontal, Saggital und Tranversalebene arbeiten.

4. alle Trainierenden sollen das gleiche funktionelle Warm-Up durchlaufen um alle Strukturen für eine Trainingssession optimal vorzubereiten

 

Die Struktur ist die selbe, der Ausprägungsgrad und die Ergänzungen können variieren. Es lassen sich viele Progressionen erstellen für unterschiedliche Übungstypen und Formen. Legt man diese in einzelne Module ab und ergänzt diese jeweils mit weiteren Inhalten, kann man alle seine Kunden mit einer einheitlichen Philosophie und Systematik betreuen. Das garantiert Fortschritt und Erfolg- und spart viel Zeit!

 

Last modified: 22/05/2015

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