Studie: Unterschiede der Muskelaktivierung bei Langhantel-Kniebeugen

Von Joe Fischer – Eine Studie aus dem Jahr 2016, von Wirth K. et al. untersuchte, wie sich die Kniebeuge im Vergleich zur Beinpresse auf die Maximalkraft sowie auf die Schnellkraft auswirkt.

Das Verfahren
Dazu wurden die Teilnehmer in 2 Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe führte ihr gezieltes Krafttraining mit der Kniebeuge aus, die andere Gruppe machte statt den Kniebeuge die 45° Beinpresse. Natürlich gab es auch eine entsprechende Kontrollgruppe.

Die Dauer
Diese beiden Programme wurden insgesamt 8 Wochen lang ausgeführt. Vor und nach diesen Programmen wurden jeweils der Squat Jump (Sprung aus der Hocke, Ausholbewegung ist nicht erlaubt) sowie der Counter Movement Jump CMJ (siehe dazu auch http://ec2-54-93-206-143.eu-central-1.compute.amazonaws.com/blog/?p=3090) ausgeführt.

Das Ergebnis
Das Ergebnis der Studie zeigt, dass in der Kniebeuge-Gruppe signifikante Unterschiede beim Squat Jump sowie beim CMJ zu verzeichnen waren. Die prozentuale Differenz betrug beim Squat Jump 12,4% und beim CMJ 12,0 %.

Bei der Beinpress-Gruppe wurden keine signifikanten Ergebnisse festgestellt. Hier lagen die Differenzen beim Squat Jump bei 3,5% und beim CMJ bei 0,5%.

Fazit
Es wurde ein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen festgestellt.
Deshalb kann empfohlen werden, dass zur Optimierung der Sprungleistung in einem kurzen Zeitraum die Kniebeuge der Beinpresse aufgrund der Transfereffekte vorzuziehen ist.
Empfehlenswert dafür ist aus verletzungsprophylaktischer Sicht eine ausführliche Technikschulung, um den hohen technischen Anforderungen der Übung Kniebeuge gerecht zu werden.

Lesen Sie hierzu auch: FMS, der Deep-Squat-Test http://ec2-54-93-206-143.eu-central-1.compute.amazonaws.com/blog/?p=3026