Kniebeuge – mit oder ohne Box?

Untersuchungsgegenstand waren zum Einen die kinetischen Größen Peak Power und Peak Force, sowie die Muskelaktivitäten von M.vastus medialis, M.vastus lateralis, M.biceps femoris und M.longissimus, in der konzentrischen Phase beim Squat im Vergleich zum Box Squat. Der Box Squat unterscheidet sich in der Ausführung insofern, dass beim Absetzen auf die Box die Bewegung unterbrochen und wieder neu gestartet werden muss, und dadurch kein Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus vorhanden ist. Vielmehr wir dabei der Fokus auf die Initialisierung und die konzentrische Phase gelegt.

Resultat:

Beide Varianten ähneln sich sehr stark. Die Bewegungen und Muskeleinsätze sind sich sehr ähnlich und lassen nahezu gleiche Erfolge und Zuwächse erwarten. Teilweise berichtete, negative Einflüsse auf die Leistungsfähigkeit im Squat durch das Einbeziehen von Box Squats können aber nicht bestätigt werden.

Im konkreten war die Muskelaktivität insgesamt beim Squat etwas höher, allerdings nur leicht. PeakPower und PeakForce waren bei beiden Squat-Varianten gleich, außer bei 70% 1RM war der Box Squat von einer höheren PeakForce gekennzeichnet, und bei 80% 1 RM von einer höheren PeakPower. Etwas überraschend, da aufgrund früherer Untersuchungen bei Sprüngen für beide Größen höhere Werte beim normalen Squat erwartet wurden. Damals galt der Dehnungs-Verkürzungszyklus als entscheidender Unterschied.

 

Praxisbezug:

Der Box Squat hat wohl leichte Vorteile für die konzentrische Phase. Es gibt allerdings wenige Sportarten oder Disziplinen, welche von konzentrischen Bewegungen dominiert sind. Daher kann der Box Squat perfekt als Variante oder Ergänzung zum Squat eingesetzt werden.

 

Quelle:

J Strength Cond Res 24(12): 3195-3199, 2010