Training für Kognition und Koordination: Life Kinetik

Lifekinetik (nach dem Begründer Horst Lutz) ist ein geschützter Begriff welcher die Kopplungsfähigkeit in einem spezifischem Reiz-Reaktions-Schema umschreibt. Dabei werden häufig kognitive Aufgaben mit koordinativen Fähigkeiten wie z.B die Reaktionsfähigkeit und Differenzierungsfähigkeit kombiniert. 

Durch ein abwechslungsreiches Training mit spezifischen Reizen (verschiedenfarbige Bälle, Kommandos, etc.) und darauf geforderten Reaktionen (Fangen mit unterschiedlichen Händen, Laufen in unterschiedliche Richtungen, etc.) werden Bedingungen gekoppelt. Damit wird zum einen versucht bestehende Vernetzungen innerhalb des Gehirns zu verbessern und zu festigen, und zu anderen sollen auch neue Verbindungen zwischen Neuronen geschaffen werden. Besonders hilft Lifekinetik die Konnektivität zwischen den Gehirnarealen, die für die visuelle und auditive Wahrnehmung zuständig sind, mit dem Areal für die Motorik zu verbessern. Dies wird dadurch erreicht, indem eine Bewegung oder Aufgabe nur so lange wiederholt wird, bis sie einigermaßen fehlerfrei absolviert werden kann. Dann können neue Bedingungen hinzugezogen werden. Beliebt sind hierbei in der Praxis die Unterscheidung zwischen linker und rechter Körperhälfte, da diese über die jeweils reziproke Gehirnhälfte gesteuert werden. Eine Steigerung in der Komplexität der Verarbeitung und Kopplung kann hierbei noch über die Einbeziehung bzw. Unterscheidung in Oberkörper und Unterkörper erzielt werden. Dennoch sollten die Bedingungen regelmäßig wiederholt werden um die Verbindung zu festigen. Zu viele Steigerungen oder zu hohe Komplexitätsgrade führen zu einer Art Blockade.

Nachweislich führt diese Art von Training durch die gestärkten sowie neuen Verbindungen zu einer beschleunigten Informationsverarbeitung als auch zu einer verbesserte Wahrnehmung und Handlungsschnelligkeit. Auch im Sport konnte belegt werden, dass die Entscheidungsgeschwindigkeit die Reaktionsgeschwindigkeit und die Handlungsschnelligkeit durch diese Art des Trainings zugenommen hatte.

Zudem kann diese Art von Training auch dabei helfen die Stressbelastung und das Burnout-Risiko zu senken. Durch die mental anstrengenden Bewegungsaufgaben wird das Gehirn im Vergleich zu dem oft monotonen Arbeitsalltag auf spaßige Weise auf komplett unterschiedliche Weise belastet. Durch die verbesserte Konnektivität im Gehirn wird Lifekinetik als eine Möglichkeit angesehen, demenzielle Symptome zu verzögern.

Wissenschaftlich Belegte Verbesserungen durch Lifekinetik

  • Verbesserte Wahrnehmung
  • Verbesserte Handlungsschnelligkeit und Motorik 
  • Höhere Burnout- und Stressresistenz
  • Demenz-Prävention